Energieausweis und EnEV 2007

. Energieausweis und Heizung: Antworten auf Praxisfragen
Energieausweis im Bestand wir Pflicht - Super-Energiesparhaus im Wohnbestand

- Wirkungsgrad der Fernwärme im Energieausweis für Holzhaus Baujahr 1997

- Kaminofen als Einzelfeuerstätte im Energieausweis für Neubau

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Super-Energiesparhaus im Wohnbestand

Eine Fachplanerin berichtet: Ich habe ein Praxisproblem mit den „Super-Werten" eines Heizkraftwerkes mit einem angegebenen Primärenergiefaktor (fP) von 0,065. In meinem Praxisfall handelt es sich um die Sanierung von Wohnblöcken mit Wärmedämm-Verbundsystemen (WDVS). Diese werden vom besagten Heizkraftwerk mit Energie aus Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) versorgt. Die Wärme ist in der Entstehung zwar ein Abfallprodukt, das Gebäude ist jedoch noch lange kein "Super-Energiesparhaus".

Ich habe einen Primärenergiebedarf (Qp) von 30 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr (kWh/m²a) ermittelt mit der Anlagenaufwandszahl (ep –wert) von 0,38.

Ich habe schon in der Vergangenheit für mehrere Wohnblöcke den EnEV-Nachweis berechnet. Diese auffällig guten Werte scheinen mir jedoch nicht gerechtfertigt. Die Wohnblöcke verfügen letztendlich auch über etliche Schwachstellen, wie das alte Heiz-Verteilersystem sowie Fenster, die teilweise 12 bis 15 Jahre sind.

Frage: Können Sie Argumente liefern, welche diesen Primärenergiefaktor nicht so durchschlagen lassen?

Antwort vom 07.12.2008 - exklusiv für Premium-News Abonnenten

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- Wirkungsgrad Fernwärme im Energieausweis

Ein Hausbesitzer berichtet: Ich habe für unser Haus einen bedarfsorientierten Energieausweis online bestellt und erhalten. Unser Holzhaus wurde 1997 erbaut gemäß dem Standard der Wärmeschutzverordnung (WSVO 1995). Im Energieausweis fällt der Energiebedarf mit 125, 2 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr (kWh/m²a) jedoch relativ hoch aus.

Auf Nachfrage antwortete uns der Aussteller des Energieausweises:

Die Qualität der Außenhülle des Hauses sei sehr gut. Der hohe Energiebedarfswert sei auch ihm aufgefallen und liege an der Heizungsanlage als Fernwärme.
Da hier von Seiten der Energieeinsparverordnung (EnEV) nur mit einem Wirkungsgrad von höchstens 70 Prozent gerechnet wird, steige entsprechend der Energiebedarf. Diese Art der Berechnung unter Einbeziehung des Heizungssystems gäbe es erst seit 2002 bzw. 2004.

Diese Antwort verwundert mich, denn wir verbrauchen jährlich ca. 7000 - 8000 Kilowattstunden (kWh), was bei 104 Quadratmetern (m²) insgesamt einen Verbrauch pro Quadratmeter von ca. 77 kWh pro Jahr ausmacht.

Frage: Ist die Aussage des Energieausweis-Ausstellers korrekt, dass sich hier die Fernwärme negativ auswirkt? Wenn dies der Fall sein sollte, welche Begründung steckt dahinter?

Antwort vom 07.12.2008 - exklusiv für Premium-News Abonnenten

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- Kaminofen im Energieausweis Neubau

Ein Bauingenieur berichtet: Es handelt sich um einen Neubau, der den Niedrigenergiehaus-Standard der KfW-Förderdatenbank KfW40 erfüllt. Beheizt wird mit einer Brennwert- und Solarheizung. Im Erdgeschoss wird im Wohnzimmer auch ein Kachelofen (Stückholz) installiert.

Frage: Zu wie viel Prozent darf ich diesen Ofen für den Bedarfs-Energieausweis gemäß Energieeinsparverordnung (EnEV) ansetzen?

Antwort vom 07.12.2008 - exklusiv für Premium-News Abonnenten

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© 1999-2010 | Melita Tuschinski, Dipl.-Ing./UT, Freie Architektin, Stuttgart